Gleich zu Beginn ein Schreckmoment für die Gastgeber; Samuel Barth musste verletzt ausgewechselt und ärztlich versorgt werden. Ein Klassenunterschied war über die gesamte Spielzeit nicht zu bemerken. Kottern agierte sicher und versuchte in Führung zu gehen, aber die die letzte Konsequenz fehlte zunächst. Memmingen war hingegen sehr effizient; mit dem ersten Angriff, den die Kotterner Defensive nicht klären konnte, gingen die Gäste durch einen „Abstauber“ von Ardian Morina in Führung, 0:1 (22.). Kottern bemühte sich und machte das Spiel, aber die Gäste blieben gefährlich und lauerten auf Konterchancen. Nach zwei aufeinanderfolgenden Ecken kam der Ball zu Sezer Yazir, der zog ab, aber Keeper Dominik Dewein konnte den Ball abwehren. Nicht jedoch den Volleyschuss von Tim Bergmiller, 1:1 (45.+).
Auch in der zweiten Halbzeit war es überwiegend der TSV Kottern, der das Spiel bestimmte und sich Chancen erarbeitete, aber es gelang den Hausherren nicht, den Führungstreffer zu erzielen. Memmingen hatte wenig Möglichkeiten, aber wenn sie den Ball hatten, war es immer gefährlich. In den letzten Minuten warf Kottern noch einmal alles nach vorne, wollte den Sieg in der regulären Spielzeit und nicht ins Elfmeterschießen. Das gab es auch nicht mehr; der FC Memmingen erzielte nach einem Konter in der Nachspielzeit durch Noah Miller (1:2, 90.+) den Siegtreffer. Keeper Julian Methfessel konnte den ersten Schuss noch abwehren, aber gegen den anschließenden Kopfball war er chancenlos.
„Uns war nach der letzten Saison klar, dass wir alles geben müssen, wenn wir in Kottern bestehen wollen. Es passt noch nicht alles zu 100 % bei uns, aber wir haben es gut gemacht. Dass wir es am Ende mit dem Konter entscheiden, hätte ich nicht gedacht, ich hatte mich schon aufs Elfmeterschießen eingestellt,“ zeigte sich Memmingens Trainer Stephan Baierl nach dem Sieg glücklich.
„Wir sind alle enttäuscht über den Ausgang, denn ich glaube, speziell in der zweiten Hälfte, aber auch in der ersten Halbzeit wäre mehr drin gewesen. Leider haben wir es versäumt, die entscheidenden Tore zu erzielen,“ zeigte sich Kotterns Trainer Frank Wiblishauser enttäuscht nach der späten Niederlage.